Kinder benötigen gerade zu Beginn viel Unterstützung und Hilfe, um den Umgang mit dem Computer und dem Internet zu lernen. Dabei ist es wichtig, dass Sie als Eltern Ihr Kind begleiten und dem Kind bei Problemen und unangenehmen Erfahrungen als Ansprechpartner zur Seite stehen. Selbstverständlich braucht ein jüngeres Kind mehr Unterstützung als ein älteres. Wie in allen anderen Lebensbereichen auch, wünschen sich ältere Kinder und Jugendliche mehr Freiraum und Gestaltungsmöglichkeiten, um unabhängige Erfahrungen zu machen. Diese sollten Sie dem Kind in altersangemessener Weise ermöglichen. Für ältere Kinder und Jugendliche ist es besonders wichtig, dass sie im Fall von Belästigungen, Mobbing o.ä. auf verständnisvolle Erwachsene zurückgreifen können, die die Vorfälle ernst nehmen und mit dem das Kind sprechen kann.
Einen eigenen Surfraum für das Kind einrichten (eigenes Benutzerkonto): stellen Sie eine Liste mit geeigneten und interessanten Seiten für das Kind zusammen, z.B. von Suchmaschinen, Lieblingsseiten.
Das Kind beim Surfen im Internet begleiten. Informieren Sie sich über gute Internetseiten für Kinder z.B. unter www.klick-tipps.de
Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, was es im Internet tun darf und was nicht erlaubt ist.
Angabe von persönlichen Daten: Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche persönlichen Daten im Internet nicht angegeben werden sollen und warum nicht. Name, Adresse, Wohnort, Telefonnummer, Handynummer, E-Mail-Adresse, ICQ-Nummer, Schule, besondere Hobbies und Vereine sollten die Kinder nicht angeben und nicht an Andere weitergeben.
Lassen Sie Kinder nicht mit Erwachsenen-Suchmaschinen recherchieren (z.B. Google). Die Kinder können mit den Trefferlisten nicht umgehen und stoßen auf viele ungeeignete Seiten. Sie verlieren die Lust, wenn sie keine passenden Informationen finden. Viele Kinder geben ihre Suchbegriffe in die Adressleiste des Browsers ein. Dies ist selten erfolgreich und führt nicht zum Erfolg, sondern oft zu unangenehmen Seiten.
E-Mail-Adressen für das Kind: Richten Sie Ihrem Kind E-Mail-Adressen bei guten Kinderseiten ein, nicht bei Anbietern für Erwachsene! Aber beachten Sie: auch bei Anbietern von Kinderseiten sind die E-Mails nicht völlig sicher. Problematische Inhalte werden nicht zuverlässig gefiltert.
Zwei E-Mail-Adressen einrichten: eine Adresse für Freunde, die dem Kind bekannt sind, eine zweite zur Nutzung im Internet (Anmeldung bei Chats, Teilnahme an Gewinnspielen).
Lassen Sie sich vom Kind zeigen, was es so im Internet macht, welche Freunde es hat, in welchen Gruppen es ist. Zeigen Sie Interesse daran und probieren Sie es selbst aus.
Suchen Sie mit Ihrem Kind ein geeignetes Bild aus, welches es ins Internet stellen kann. Am besten ist ein „Comic-Bild“ oder ähnliches, also kein richtiges Bild von Ihrem Kind. Möchte das Kind ein Foto von sich selbst ins Internet stellen, sollte das Kind nicht vollständig zu erkennen sein. Hier können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Sichern Sie Ihrem Kind zu, dass Sie ihm/ihr bei Problemen und unangenehmen Erfahrungen Hilfe und Unterstützung anbieten. Vermeiden Sie es unbedingt mit dem Kind zu schimpfen, selbst wenn es etwas falsch gemacht hat.
Überlegen Sie gemeinsam mit dem Kind, an welche anderen Vertrauenspersonen es sich noch wenden kann (Großeltern, andere Eltern von Freunden, Paten, Nachbarn, Lehrer, Trainer etc.). Vielen Kindern und Jugendlichen fällt es erst mal schwer, mit den Eltern zu sprechen, da sie sich schämen, Angst haben, erpresst werden oder Ärger befürchten.
Internetverbot ist keine Lösung, wenn das Kind belästigt wurde! Wird ein Kind oder Jugendlicher mit unangenehmen Bildern oder verbal belästigt, so liegt die Verantwortung ganz klar bei dem, der belästigt und nicht beim Kind/Jugendlichen! Ein Internetverbot würde das Kind/den Jugendlichen für etwas bestrafen, an dem es keine Schuld trägt!
Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es selbst in Chat-Räumen etc. Belästigungen melden kann. Inzwischen haben fast alle Chat-Räume und sozialen Netzwerke einen Button „Melden“, mit dem man Belästigungen etc. beim Betreiber melden kann. Diese werden dann überprüft und der Gemeldete evtl. gelöscht. Möchte ein Kinder/Jugendlicher von einer bestimmten Person keine Nachrichten o.ä. mehr erhalten, so kann man diese „ignorieren“, d.h. dass Kontaktversuche von dieser Person nicht mehr weitergeleitet werden.
Melden Sie Belästigungen und unzulässige Inhalte beim Betreiber der Internetseite, bei einer Beschwerdestelle (z.B. www.jugendschutz.net ) oder bei der Polizei.
Sichern Sie unzulässige Daten als Beweismaterial z.B. für eine Anzeige: per Screenshoot (gleichzeitiges Drücken von „Alt + Druck“) oder per Logfile (Inhalte markieren mit „Strg + C“ kopieren). Inhalte mit „Strg V“ z.B. in Word einfügen. Speichern!
Tipps für sicheres Chatten für Kinder und Jugendliche finden Sie hier. (
Chat-Tipps ).
Ausführlichere Informationen zum Thema Sicherheit im Internet finden Sie z.B. auch auf folgenden Seiten:
www.chatten-ohne-risiko.de
www.klicksafe
www.internet-abc.de