Internet-Filterprogramme für Kinder
Mit Hilfe von Filterprogrammen lässt sich das Internet auf ein kindergerechtes Mass zurechtstutzen. Doch gleich eines vorneweg: solche Programme entbinden Sie als Eltern keinesfalls aus der Pflicht, ein strenges Auge auf das Surfverhalten Ihrer Kinder zu haben. Sie können lediglich als Unterstützung Ihrer Bemühungen, Ihren Kinder einen sicheren Umgang mit dem Medium Internet beizubringen, betrachtet werden.
Wie funktionieren solche Programme?
Generell untersuchen solche Filterprogramme Webseiten nach bestimmten Mustern und blockieren sie, wenn sie als problematisch eingestuft werden. Dabei gibt es verschiedene Prinzipien, wie Internetseiten als kindgerecht bzw. schädlich beurteilt werden. Zum einen gibt es die redaktionelle Klassifierung. Hier werden Webangebote tatsächlich von Personen gesichtet und entweder in eine Positiv- oder eine Negativliste eingetragen. Je nach Programm werden dem Kind eine Auswahl an geeignten Seiten angeboten oder jugendschutzrelevante Webseiten gesperrt. Bei der automatischen Klassifierung untersucht ein Programm Webangebote nach bestimmten Wörtern – Keywords - und sperrt sie, wenn eines dieser Wörter gefunden wird. Hochwertigere Software binden noch weitere Merkmale ein, um den Versuch, diese Keywords z.B. durch absichtliche Schreibfehler zu umgehen, zu unterbinden. Schließlich gibt es noch die Selbstklassifizierung. Dabei versieht der Anbieter eines Webangebotes seine Seiten mit einem Label, welches die Software auslesen kann. Je nach Nutzereinstellung werden die Seiten dann angzeigt oder eben nicht. Auf diese Weise ist es möglich, die Filterung altersgemäß auszurichten. Häufig nutzt ein Filterprogramm eine Mischung aus den oben gezeigten Arten, um die Wirksamkeit zu erhöhen.Keine Garantie für vollen Schutz!
Wie eingangs angedeutet, bieten diese Programme freilich keinen hundertprozentigen Schutz und können nur als Unterstützung für Sie als Eltern betrachtet werden. Die Webangebote ändern sich täglich millionenfach. Und so ändern sich auch täglich die Anforderungen an die Filterprogramme, welche selbst in der teuersten Version nicht nachgekommen werden kann. Wesentlich ist, dass diese regelmäßig – täglich – durch Updates entsprechend akutallisiert werden. Filtersysteme, die von Internet-Providern im Rahmen von DSL- oder ähnlichen Verträgen angeboten werden, bieten hier insoweit den Service, dass Sie sich darum nicht kümmern müssen. Ferner greift der Filter auch dann, wenn die Kinder von einem anderen PC oder einem Laptop aus ins Internet gehen. Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Programme bewusst manipuliert werden können. Mit ausreichend krimmineller Energie können die Prinzipien der Filterung ausgekundschaften und somit bewusst von entsrechenden Web-Anbietern umgangen werden. Von daher macht es trotz entsprechender Software Sinn, mit Ihren Kindern feste Zeiten zu vereinbaren, sich und den Kindern den sicheren Umgang mit dem Internet beibringen zu wollen, die Funktion des Filterprogramms immer wieder selbst auszuprobieren und nach dem Besuch des Kindes im Verlauf des Browsers die besuchten Seiten zu kontrollieren. Jede besuchte Seite im Internet wird auch ohne jegliche Filter automatisch gespeichert.Welche Angebote gibt es?
Wie schon geschildert, bieten viele Zugangs-Provider kostenfrei oder gegen eine monatliche Zusatzgebühr entsprechende Filterprogramme an. Diese müssen nicht auf dem heimischen Rechner installiert werden und werden – in der Regel – gut gepflegt. Aber auch zahlreiche Viren- und SPAM-Filterprogramme enthalten Kindersicherungen. Auch hier besteht der Vorteil, dass durch die ohnehin tägliche Aktuallisierung keine zusätzliche Arbeit auf Sie zukommt. Schließlich gibt es noch eine Vielzahl an Programmen, die auf den heimischen Rechner installiert werden müssen. Da sich hier der Markt ständig ändert, nutzen Sie am besten einen Service, der jährlich sämtliche Programme prüft und in einer Rangliste veröffentlicht: http://www.filtra.info/d/web/index.aspx Im Wesentlichen sollten Sie aber auf folgende Punkte achten:- tägliche, automatische Updates
- Festlegen von Zeitgrenzen und -fenstern für die Nutzung von Computer und Internet inklusive dem Anlegen von Protokollen.
- Sperren des Zugriffs von innen und außen auf die wichtigsten Systemeinstellungen.
- Manuelle Festlegung, welche Programme das Kind ausführen darf und welche nicht.
- Zeitliche Einschränkungen für Programme einstellbar.
- Einschränkung sowie Kontrolle der Chat-Nutzung.
- Schutz der Privatsphäre. Das Kind kann keine vertrauliche Daten herausgeben.